Willkommen im Weinhaus Hubertus

Altes Haus am Florinsmarkt
Das Gebäude, in dem sich heute das Weinhaus befindet, ließ der Koblenzer Schöffe Dr. juris Johannes Aach im Jahre 1689 in dem für die Region typischen, traditionellen Fachwerkstil erbauen. Ein Jahr zuvor tobte noch der Pfälzische Erbfolgekrieg in der Rhein-Mosel-Stadt. Die Truppen König Ludwig XIV. hatten sie lange beschossen und auch erheblich demoliert.

Zu dieser Zeit war der Florinsmarkt ein Zentrum der Stadt. In dem Anfang des 15. Jahrhundert erbauten "Alten Kauf- und Danzhaus" hatte die städtische Verwaltung Ihren Sitz - heute befindet sich darin das Mittelrhein-Museum. In dem danebenliegenden Schöffenhaus tagten die die Schöffen und wurde Gericht abgehalten. Auch Hauptwache, Schandmahl und Arrestlokal befanden sich zeitweise am Florinsmarkt.

Neben dem "Gerichtsmarkt" finden sich in alten Urkunden Bezeichnungen wie Frucht-, Fisch-, Mehl- und Versteigerungsmarkt. Als die Truppen Ludwigs XIV. wieder abzogen, wurde mit dem Aufbau der Stadt begonnen. Dem Schöffen Aach stand dabei natürlich ein Grundstück in bester Wohnlage zu - in unmittelbarer Nähe zu Rat- und Schöffenhaus.

Nach mehreren Besitzerwechseln kam das Haus 1882 in den Besitz der Familie Henkel, die es dann im Jahre 1921 fachgerecht nach den Plänen des Kreisbaumeisters Sommer renovieren ließ. Man hat das Fachwerk wieder frei gelegt und so hat es seinen ursprünglichen Charakter wieder erhalten. Auch im Inneren wurde einiges geändert - aus der einfachen Marktwirtschaft "Gasthaus zum alten Fruchtmarkt" wurde die "Altdeutsche Weinstube Zum Hubertus". Man hatte den Namen des Schutzheiligen der Jäger nicht zufällig gewählt - schliesslich ging man selbst zur Jagd und bald hatten die Jäger Ihren Stammtisch eingerichtet. Und delikate Wildgerichte fanden sich auf der Speisekarte.

Die Weinstube Hubertus, eines der ältesten noch erhaltenen Fachwerkhäuser in Koblenz, überstand auch den Zweiten Weltkrieg und musste miterleben, wie dieser Stadtteil einige Jahrzente an Attraktivität verlor. Heute ist dieser jedoch wieder mit der schönste Stadtteil von Koblenz und fehlt auf keinem Touristen-Rundgang.

In dem historischen Fachwerk-Ambiente leiten seit 1999 gemeinsam Karin und Dieter Spahl das Gasthaus. Im rustikalen Stil mit dunklen Holzbalken und dezenter Landhausdekoration kann man auch auf einer Bank aus einem alten Gerichtsgebäude, wo früher die armen Sünder ausharren mussten, sitzen und ein Glas Wein trinken und regionale Gerichte geniessen. In der Not wird auch mal zusammengerückt und sogar der eingefleischte "Schoppenstecher" findet nicht nur den passenden Wein, sondern auch kleine Häppchen zum Shoppen. Entsprechend bunt ist daher das Publikum - Stammgäste sitzen neben Touristen, Einheimische neben Gastroführer-Reisenden - mit dem Ziel, einen netten Abend in toller Atmosphäre in historischem Ambiente bei leckeren Speisen und ausgewählten Weinen zu finden.